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Tuesday, December 2, 2008

New member: chabbah

chabbah is the artistic name of the German poetessa Anne Hauswald from Berlin. You can contact her via chabbahnack@yahoo.de

Here is a very nice poem about the good feeling of love in German:

TRÄUMER IM HERBST

Die Blätter werden bunt und weich
Jeder Schritt wird schwer und träger
Doch schon am Herbstanfang sogleich
Warst Du nach mir, gleich einem Jäger

Dann kommen schöne Zärtlichkeiten
Die Blätter eben wie ein Teppich
Herbstträume, wie die watteweichen
Bitte! Oh bitte, Rette mich!

Der Traum der Träumer eines Herbstes
Ich leg mir Sanftmütigkeiten zu
Doch manchmal, so ein wenig schmerzt es
Die Liebeskraft, kennt keine Ruh`

Der weiche Gang im Herbstalltag
Wird von Romantik zart umhüllt
Weiß keiner vorher den Ertrag
Den dieser bunte Freund erfüllt

Die Kälte macht sich weit und breit
Sie lässt die Decken dicker werden
Das sehnsuchtsvolle Herzlein schreit
Es will die schönen Schmerzen erden

Solang man mit Gefühl und Seele
Wandelt durch den lieben Herbst
So glaub ich das ich einfach wähle
Das tiefe Glück- tief in mir Selbst

Das wird keiner nehmen können
So weiß ich ganz genau
Solang dem Herz die Funken springen
Und solang ich mich auch trau`


Welcome to the Club, chabbah !

Sunday, November 9, 2008

Friday, October 24, 2008

Görden,1945

In memoriam H.... B....

Die Tür sprang auf –
Über die hingemähten Schläfer in den weißen Betten
Glitt SEINE Geste -
segnend zuerst, dann brüderlich.
Nur wenige Wachende ahnten den Ruf
Der taggeborenes Grauen hinab in seine Grenzen zwang.
Nur einer war bereit:
Vollendet, harrte er des niegelebten Fühlens
Das Ende und Bedingung allen Lebens wird. 


ER trat zu ihm                          
und ließ die Falten  
Seines Mantels um ihn fallen.  
So ward es wieder Nacht –


Görden, 7.1.45
Hans Schnick

Sunday, October 19, 2008

Schlobin 1943 (Weißrussland)

Nun fällt der erste Schnee -
Aus all der Drohung über stummen Wipfeln
Ist dieses Schweben uns geworden
Und hüllt in seinen Schleier ein
Die Toten auf den Feldern.
Legt sich, ein letztes Siegel, noch
In ihren Mund.
Herr,
lasse mich vergehn
in tränenlose Schwere
Vergib mein Irren auf den falschen Wegen
Und lehre mich der Demut letzten Grund

28.12.1944 Hans-Jürgen Schnick

Saturday, October 18, 2008

Ihr Stimmen der Nacht

Es gibt eine Stelle
an die man nicht rühren darf -
Einen Schatten
der sich über die Tiefe spannt -
Wo der Ton schlummert
den man nicht wecken darf
der das Denken zerbricht -
Ach, Ihr Stimmen der Nacht !
Verführt nicht meine Einsamkeit
zu diesem Frevel !
Erst muss ich noch die letzte Bitterkeit
aus einem wunden Herzen pressen -
in ihrem Tropfen
die letzte Hoffnung lösen.
Dann erst werd ich frei.

Hans-Jürgen Schnick
19.01.1945